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Tauchen in den Steinbruchseen rund um Gommern!

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Zur Geschichte des Tauchsports in Gommern

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Trockentauchanzug Pinguin

Im Jahr 1965 wurde in der Gesellschaft für Sport und Technik (GST), die im Zentralen Reparatur- und Ausrüstungswerk (ZRAW) in Gommern angesiedelt war, eine Sektion Tauchsport gegründet. Diese Organisationsform war notwendig, da das Tauchen nur im Rahmen der GST erlaubt war. Die Mitgliederzahl stieg schnell auf fünf Taucher an, die die erforderlichen Qualifikationen durch diverse Lehrgangsbesuche innerhalb der GST erwarben.

Große Schwierigkeiten gab es bei der Beschaffung von Ausrüstungsgegenständen. Deshalb spielte der Selbstbau von allerlei Gerätschaften eine große Rolle im „Vereinsleben“. Nach einiger Zeit besaß jedes Stammmitglied eine mehr oder weniger komplette Tauchausrüstung, die weder geprüft noch bei der GST registriert war. Nur so war das gemeinsame Tauchen überhaupt möglich.

Anfangs wurden die 5 und 7 Liter Druckluftflaschen der Tauchgeräte durch Überströmen aus 40 Liter Leihflaschen gefüllt und dann mit Hilfe einer Handumfüllpumpe auf ca. 130 bis 150 bar aufgepumpt. Später konnte ein im ZRAW vorhandener Kompressor, der allerdings nur einen Enddruck von 150 bar und eine geringe Luftleistung hatte, genutzt werden.

Die offizielle Taucherausbildung bestand in der Ausbildung von jungen Flossenschwimmern bis zur Taucherqualifikation Stufe A. Diese  entsprach in etwa der Qualifikation OWD. Weitere Qualifikationen (B und C) mussten durch Besuche von zentralen Lehrgängen im Rahmen der GST erworben werden. Inoffiziell teilten sich die Aktivitäten in Eigenbau von Ausrüstungsgegenständen, Unterwasserfotografie, Biologie und Umweltschutz, Unterwasserarbeiten (als Gefälligkeiten) und einfach nur Tauchen auf.

Um tauchen zu dürfen, brauchte man einen „Tauchauftrag“, der von der Volkspolizeikreisleitung ausgestellt wurde. Wenn man am Wochenende tauchen wollte, musste man also den Tauchgang vorher genehmigen lassen oder sich etwas einfallen lassen. Trotzdem wurden Tauchausfahrten z.B. zum Stechlinsee und an die Ostsee durchgeführt. Letztere endete mit der Konfiszierung des Schlauchbootes durch die Grenztruppen, einem Tauchverbot und der Vorladung der Verantwortlichen vor die Volkspolizeikreisleitung in Barth.

Nach der Wende wurde die GST und damit die Sektion Tauchsport in Gommern aufgelöst und die offiziellen Ausrüstungsgegenstände eingezogen. Der 1990 gegründete TC AQUA-AERO e.V. ist kein Nachfolger der GST-Sektion Tauchsport in Gommern, sondern eine Neugründung mit anderen Wurzeln. Von den ehemaligen GST-Tauchern sind zwei im TC AQUA-AERO e.V. aktiv.

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Weitere Informationen

Tauchimpressionen vom Plattensee und vom Königsee

Beschreibung des Plattensees

mittlere Tiefe ca. 20 m | Sichtverhältnisse: 1-5 m

Für einen Tauchgang bieten sich als Orientierung die erhaltenen Schienenanlagen des alten Plattenwerks an, welche den Taucher vorbei an einem alten Gebäudekomplex bis 21m in die Tiefe führen.  In ca. 12 m Tiefe erreicht man das erste kleine Gebäude mit ca. 3x3 m. In diesem befinden sich alte Werkzeuge und Sitzgelegenheiten. Vom alten Schrägaufzug sind Reste der Holzabdeckung erhalten. Diese führen zum 2. Haus in ca. 19 m Tiefe. Das 2. Gebäude besitzt kein Dach mehr und im Inneren stehen große Pumpenrohre senkrecht an den Wänden. Auf dem Weg zum 3. Gebäude, welches sich in 23 m Tiefe befindet, kommt man an alten Transportloren aus Stahl und Holz vorbei. In diesem Haus befindet sich eine große, gut erhaltene Pumpe, die den gesamten Raum von 2x3 m beansprucht. Unmittelbar nach diesem Gebäude beginnt der Grund. Nach ca. 12 m in nördlicher
Richtung erreicht man die steile Steinbruchwand, welche bis zur Oberfläche ragt.

Beschreibung des Königssees vom 16.05.2009

mittlere Tiefe ca. 20 m | Sichtverhältnisse: ca. 1-3 m

Der Königssee befindet sich im Wald bei Pretzin. Die Größe beträgt ca. 1 ha und die Form des Sees ist relativ rund. Der Einstieg erfolgt bequem über eine Treppe. Ausreichend Platz ist vorhanden um dort die Ausrüstung vorbereiten zu können.
Die einst gute Sicht hat nachgelassen, die Sichtweite beträgt im Winter, sowie momentan im Frühsommer ca.3 m. Ab 17 m kommt eine ca. 1 m starke Sprungschicht. Unter der Sprungschicht ist dann eine gute Lampe erforderlich, da es dort komplett dunkel ist.
Der Kessel fällt kurz hinter dem Uferbereich steil ab, bis auf 20 m. Zufinden gibt es vereinzelte Mauerreste, Steilwände und ein paar abgestorbene Bäume. Früher gab es hier keine Fische, aufgrund des sauren Wassers. Wir haben aber kürzlich einen Schwarm kleiner Fische entdeckt (Gattung muss noch ermittelt werden). Eine Runde im See ist bei gemütlichen Tempo in 40 min zuschaffen. Der Königssee hält das ganze Jahr über eine relativ kühle Temperatur, also dicker Nassanzug oder Trocki wäre zu empfehlen.

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